Ökumenische Hospizgruppe e. V.
Rheinbach . Meckenheim . Swisttal

Den Tagen mehr Leben geben

Wir möchten in einer für Sie schwierigen Zeit, trotz notwendigem Abstand, Kontakt und Begegnung gestalten. Für Einzelgespräche und Beratungen sind wir daher weiterhin über unser Hospiztelefon 0177 2178 337 für Sie erreichbar! Ein Besuch zu den Bürosprechstunden ist nicht möglich!


Wir warten sehr auf die Möglichkeit, unsere Gesprächs-Cafés für Trauernde wieder aufnehmen zu können. Wenn wir neu beginnen, erfahren Sie es hier und in den Medien.

Auch die Spaziergänge sind vorerst nicht möglich (Corona Schutzverordnung). Allerdings besteht auch in diesen besonderen Zeiten immer die Möglichkeit einer Trauereinzelbegleitung.

Wir sind ein ambulanter Hospizdienst, der Schwerkranke, Sterbende und Trauernde in der Region Rheinbach, Meckenheim und Swisttal begleitet.
Wenn Sie Begleitung oder Unterstützung wünschen, wählen Sie bitte : 01772178337. Sie erreichen unter dieser Mobilfunknummer unsere Koordinatorinnen. Sie erreichen uns auch gerne montags zwischen 10 und 12 Uhr über die Festnetznummer 02226 - 900 433.

Auch außerhalb der Bürozeiten können Sie gerne unsere Festnetznummer anrufen. Sprechen Sie bitte eine Nachricht auf den Anrufbeantworter und hinterlassen Sie eine Telefonnummer für den Rückruf. Wir - ohne im Büro anwesend zu sein - sehen, dass Sie angerufen haben und rufen schnellstmöglich zurück.

Bürgermeister Holger Jung und die Ökumenische Hospizgruppe sprechen über vorbildliches Engagement

© Quelle: mit freundlicher Genehmigung der Stadt Meckenheim. Für die Hospizgruppe: Monika Matern, Erwin Stroth.
Gesellschaftlicher Beitrag von unschätzbarem Wert

Bürgermeister Holger Jung hat die Ökumenische Hospizgruppe Rheinbach, Meckenheim, Swisttal zu einem informellen Treffen im Rathaus begrüßt. Im persönlichen Gespräch berichteten der Vorsitzende des Vorstandes Prof. Dr. Lukas Radbruch, die Koordinatorin Claudia Wilmers und Christine von Gadow vom Team Meckenheim umfänglich über ihre tägliche Arbeit. Eine Arbeit, die den sterbenden Menschen in den Mittelpunkt rückt. Ihn begleiten die Ehrenamtlichen auf seinem letzten Weg – würdevoll zu Hause in vertrauter Umgebung. Auch den Angehörigen gibt die Hospizgruppe Halt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Beistand und Unterstützung in einer schwierigen Zeit.

Gesellschaftlicher Beitrag von unschätzbarem Wert
Tauschten sich intensiv miteinander aus, von links: Bürgermeister Holger Jung, Christine von Gadow, Prof. Dr. Lukas Radbruch und Claudia Wilmers. ©Bildquelle: Stadt Meckenheim

Holger Jung zeigte sich sehr beeindruckt von dem Engagement. „Der Beitrag der Ökumenischen Hospizgruppe Rheinbach, Meckenheim, Swisttal für unsere Gesellschaft ist von unschätzbarem Wert. Ihr ehrenamtliches Engagement kann nicht hoch genug eingeordnet werden, zumal die ohnehin schon äußerst anspruchsvolle Arbeit durch die Corona-Pandemie noch einmal erheblich erschwert wird.“

Prof. Radbruch dankte dem Bürgermeister für den interessanten Austausch und die Unterstützung seitens der Stadt, die sich bereits niederschlägt. Am Neuen Markt kann die Hospizgruppe eine Vitrine nutzen, um an zentraler Stelle darauf hinzuweisen, wie den letzten Tagen mehr Leben gegeben werden kann. „Das Lebensende ist Teil unseres Lebens“, sagte Prof. Radbruch, der den Umgang mit dem Sterben als eine gesellschaftliche Aufgabe ansieht. „Wir begleiten unentgeltlich Menschen am Lebensende und in ihrer Trauer“, ergänzte Claudia Wilmers, die sich darüber freut, „dass der Bürgermeister uns die Möglichkeit gibt, in Meckenheim noch bekannter zu werden.“

Neuigkeiten: Neuer Befähigungskurs zum Sterbebegleiter

Ein Licht in dunkler Zeit - #lichtfenster

Wir gedachten der Verstorbenen am 18. April

Corona hat nicht nur das Leben der Menschen „auf den Kopf gestellt“ sondern auch ihr Sterben

Es ist schon schlimm genug, wenn wir einen lieben Menschen verlieren – aber wie kommen wir damit zurecht, nicht bei ihm sein zu können, uns nicht verabschieden zu können? Aufgrund der Corona-Pandemie mussten das sehr viele Menschen durchleben. Durch die Trauer kommen wir schon unter „normalen“ Umständen in eine Isolation mit den eigenen Gedanken und Gefühlen. Aber nun in der Pandemie ist auch der Trost von außen oft kaum noch wahrnehmbar. Türen sind geschlossen – Haushalte auf sich gestellt. Ein Begräbnis findet meist in aller Stille und ohne tröstende Gemeinschaft statt.

In all den Jahren zuvor gaben wir durch einen liebevoll gestalteten Gedenkgottesdienst den Hinterbliebenen und den ehrenamtlichen Begleiter*Innen die Möglichkeit, der Verstorbenen zu gedenken. Aber seit dem Ausbruch der Pandemie mussten alle Versuche, einen solchen Gottesdienst zu gestalten, wieder abgesagt werden.

Dabei wäre er so von Nöten – so hilfreich als Erfahrung in Gemeinschaft. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier möchte die Gemeinschaft leben mit den Hinterbliebenen und zurzeit Erkrankten. Er hat bereits im Januar angefangen, abends ein Licht in ein Fenster von Schloss Bellevue zu stellen, und die Bürger aufgefordert, gleiches zu tun. Und immer wenn wir ein Licht in einem Fenster sehen, wissen wir: dort trauert jemand, dort nimmt jemand Anteil, dort fühlt jemand mit.

Bundespräsident Steinmeier gab der Gesellschaft am 18. April die Gelegenheit, in einer zentralen Gedenkfeier, „den Hinterbliebenen eine Stimme zu geben“ und in Würde von den Toten Abschied zu nehmen. Mit seiner Aktion #lichtfenster haben wir uns als Ökumenische Hospizgruppe solidarisiert.

NOCH EINE BITTE: Wenn Ihnen in Ihrem Lebensumfeld ein Krankheits- oder Sterbefall begegnet: Schauen Sie nicht weg – schauen Sie hin – helfen Sie nach Ihren persönlichen Möglichkeiten! Manchmal kann schon ein freundlicher Blick, ein mitfühlendes Wort hilfreich sein. Seien Sie da – tun Sie etwas Naheliegendes wie z.B. ein Mittagessen vorbei bringen. Oder fragen Sie: Was kann ich tun?

Zwei vor kurzem verwitwete Frauen sagten uns:
„Seit dem Tod meines Mannes ist alles anders. Man ist so allein. Und jetzt mit Corona ist man ganz verlassen. Wie abgeschnitten von der Welt“. „Es ist furchtbar. Erst verliere ich meinen Mann. Und jetzt kann ich noch nicht einmal meine Enkelchen sehen.“

Stehen Sie zur Seite, wie es Ihnen gerade möglich ist. Manchmal haben wir die Sorge, den Trauernden zu stören. Und manchmal reagieren Trauernde auch „gestört“ - ihre Welt ist aus den Fugen geraten. Haben Sie keine Angst vor Ablehnung - in der Trauer kann nicht jeder die Höflichkeitsregeln einhalten. Aber wir sind soziale Lebewesen und brauchen einander. Seien Sie EINFACH da.

Wir sind auch für Sie und Ihre Fragen da, wenn Sie sich in dieser Rolle unsicher fühlen. Selbstverständlich sind wir auch weiterhin für die Kranken und Trauernden in dieser Zeit der Pandemie da!

Zwei TrauerbegleiterInnen berichten:
„Trauerbegleitung mit Maske und Abstand – das ist eine wahre Herausforderung. Man möchte dem Trauernden Nähe und Anteilnahme zeigen. Vor Corona hat man in traurigen Situationen dem anderen eine Hand auf die Schulter gelegt, vielleicht auch mal die Hand des anderen genommen. Im Moment geht das alles so nicht. Das bedrückt mich und macht mich traurig. Aber umso wichtiger finde ich es, dem Trauernden wenigstens mit Abstand und Maske zeigen zu können, dass hier jemand ist, der für den anderen da ist und Anteil nimmt.“ Trauerbegleitung übers Telefon. Früher hätte ich nie gedacht, dass das klappen könnte. Es ist zwar nicht ideal, aber unter den aktuellen Umständen ist es eine relativ gute Möglichkeit, jemanden über eine schwierige Zeit hinweg zu begleiten.

Wir finden immer Wege zur Begleitung – wenn wir gerufen werden!

Kurznachrichten

Ich begleite (sterbende) Menschen. Junge Menschen in der Hospizarbeit

Junge Menschen in der Hospizarbeit

Ich begleite (sterbende) Menschen. Ohne ehrenamtliches Engagement hätte sich die Hospizarbeit in Deutschland nicht etabliert - und ohne dieses wichtige und spannende Ehrenamt ist sie auch in Zukunft nicht denkbar. Uns ist es wichtig, dass das hospizliche Ehrenamt so vielfältig wie unsere Gesellschaft ist. Wir möchten mehr Männer dafür begeistern, mehr Menschen mit Mitgrationserfahrung und noch mehr junge Menschen. Denn es gibt sie schon, die 18- bis 30-jährigen Hospizbegleiter:innen. In unserem Film "Ich begleite (sterbende) Menschen." zeigen wir, wie das aussehen kann.
©Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. ... Film ansehen »